Seminar 2: „Ich lasse Dich nicht allein!" Kontaktaufnahme und Arbeit mit symptomassoziierten Ego-States und ihre Versorgung.

Zertifiziertes Curriculum Ego-State-Therapie, Teil 2

Datum Zeit Ort
23.02.2019 09:30–18:00 Uhr Räume der Schwulenberatung Berlin
24.02.2019 09:30–17:00 Uhr Räume der Schwulenberatung Berlin
Ort
Räume der Schwulenberatung Berlin
Niebuhrstr. 59/60, 10629 Berlin-Charlottenburg
Räume der Schwulenberatung Berlin
Niebuhrstr. 59/60, 10629 Berlin-Charlottenburg
ReferentIn
Dr. Kai Fritzsche
Fortbildungspunkte
16
Standardpreis
€ 325,00
M.E.G.-Mitglieder
€ 305,00
Freie Plätze
ausgebucht

Allgemeines

Mit dem zweiten Seminar „Ich lasse Dich nicht allein!" Kontaktaufnahme und Arbeit mit symptomassoziierten Ego-States und ihre Versorgung wird das Curriculum Ego-State-Therapie nach Kai Fritzsche fortgesetzt. Die Inhalte der Seminare 1 bis 7 bauen aufeinander auf. Es empfiehlt sich, zuvor das Seminar 1 „Einführungsseminar Ego-State-Therapie. Arbeit mit ressourcenreichen Ego-States. Beziehungsaufnahme und Stabilisierung.“ besucht zu haben. Das Seminar kann einzeln oder im Rahmen des gesamten Curriculums gebucht werden.

Das Seminar ist für die Zertifizierung in Ego-State-Therapie durch Ego-State-Therapy International (ESTI) zugelassen. Das Seminar ist zusätzlich im Rahmen der Fortbildung in Klinischer Hypnose von der M.E.G. als „C-Seminar“ anerkannt. Das Seminar wird zur Zertifizierung bei der Berliner Psychotherapeutenkammer eingereicht. Es werden 16 Fortbildungspunkte beantragt.

Bitte beachten Sie die Voraussetzungen für die Zertifizierung des Curriculums Ego-State-Therapie durch EST-DE/ESTI sowie die allgemeinen Anmeldebedingungen des IfHE.

Inhalt

Der Schwerpunkt dieses Seminars besteht aus der Arbeit mit verletzten Anteilen. Verletzte Ego-States sind symptomassoziiert. Sie zeigen sich in Zusammenhang mit den Belastungen und Beschwerden, mit denen die PatientInnen in die Praxis kommen und zeigen ein sehr heterogenes Bild. Verletzte Ego-States können auch verborgen sein. Im Seminar werden drei Bereiche vertieft:

Die verschiedenen Möglichkeiten der Kontaktaufnahme: Der erste Schritt der Arbeit mit verletzten Ego-States besteht darin, einen Zugang zu diesen Ego-States zu schaffen. Das therapeutische Vorgehen richtet sich dabei nach den Zielen der Ego-State-Therapie und verläuft über die Stationen Kontaktaufnahme, Aufbau von Kommunikation, Entwicklung von Akzeptanz und Verständnis, Unterstützung der Ego-States sowie deren Nutzung für den Heilungsprozess.

Die Versorgung verletzter Ego-States: Nach der Kontaktaufnahme konzentriert sich die Arbeit auf die unmittelbaren Bedürfnisse der verletzten Ego-States. Als zentrale Interventionen werden Schutzmaßnahmen sowie das Nachträgliche Nähren vorgestellt und vertieft.

Die Beziehungsebenen der Ego-State-Therapie: Die Ego-State-Therapie verläuft gleichzeitig auf fünf Beziehungsebenen: 1) zwischen der Therapeutin/dem Therapeuten und der Patientin/dem Patienten, 2) zwischen der Therapeutin/dem Therapeuten und den Ego-States der Patientin/des Patienten, 3) zwischen der Patientin/dem Patienten und ihren/seinen Ego-States, 4) zwischen den Ego-States der Patientin/des Patienten und 5) zwischen den Ego-States der Therapeutin/des Therapeuten und denen der Patientin/des Patienten. 

Die Inhalte des Einführungsseminars, also die Arbeit mit ressourcenreichen Ego-States und deren Nutzung werden für die Arbeit mit verletzten Ego-States genutzt. Konzeptionell baut das Seminar auf dem Behandlungsmodell der Ego-State-Therapie auf, dem SARI-Modell. Aspekte der Entwicklung des Therapiekonzepts sowie der Fragen der Differenzierung und Durchlässigkeit werden im Überblick eingeflochten.

Methoden

Im Seminar wird den TeilnehmerInnen ein Einblick in die theoretischen Ansätze, die Methoden und Behandlungsstrategien der Arbeit mit verletzten Ego-States praxisnah und abwechslungsreich vermittelt. Durch Demonstrationen, Übungen und Diskussionen wird ein vielfältiger Zugang geschaffen. Die Vorgehensweisen sollen anhand eigener Themen der TeilnehmerInnen demonstriert werden. Das Seminar wird die Möglichkeit bieten, erste Schritte dieser Thematik unmittelbar anzuwenden, also in die eigene psychotherapeutische Arbeit einzuflechten.

Literatur

  • Fritzsche, K. & Hartman, W. (2010). Einführung in die Ego-State-Therapie. Heidelberg: Carl-Auer Verlag.
  • Fritzsche, K. (2013). Praxis der Ego-State-Therapie. Heidelberg: Carl-Auer Verlag.
  • Fritzsche, K. (2013). Einführung in die Ego-State-Therapie. In: Sulz, S.K.D. & Bronisch, T. (Hrsg.) (2013): States of Mind, Ego-States, Selbstmodus – von der zerrissenen zur integrierten Persönlichkeit. München: CIP-Medien.
  • Fritzsche, K. (2014). Einführung in die Ego-State-Therapie. In: Brächter, W. (Hrsg.)(2014). Der singende Pantomime. Ego-State-Therapie und Teilearbeit mit Kindern und Jugendlichen. Heidelberg: Carl-Auer Verlag.
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