Ego-State-Therapie
Hypnotherapie

Seminar 1: Einführungsseminar Ego-State-Therapie. Kontaktaufnahme und Arbeit mit ressourcenreichen Ego-States.

Zertifiziertes Curriculum Ego-State-Therapie (EST-DE) Teil 1

Zeitblöcke

Datum Zeit Ort
20.01.2018 09:30–18:00 20.01.2018 09:30–18:00
Räume der Schwulenberatung Berlin
21.01.2018 09:30–17:00 21.01.2018 09:30–17:00
Räume der Schwulenberatung Berlin

Ort

Räume der Schwulenberatung Berlin
Niebuhrstr. 59/60, 10629 Berlin-Charlottenburg

Fortbildungspunkte

16

Referent/in

Dr. Kai Fritzsche

Standardpreis

€ 325,00

M.E.G.-Mitglieder

€ 305,00

Freie Plätze

ausgebucht

Anmeldung

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(8 Anmeldungen auf der Warteliste)

Allgemeines

Mit dem Einführungsseminar beginnt das Curriculum Ego-State-Therapie (Ego-State-Therapie Arbeitsgemeinschaft Deutschland, EST-DE). Es stellt eine Einführung in die Ego-State-Therapie dar. Das Seminar kann einzeln, gemeinsam mit dem Seminar 2 und 3 oder im Rahmen des gesamten Curriculums gebucht werden. Die Inhalte der Seminare bauen aufeinander auf.

Das Seminar 1 ist für die Zertifizierung in Ego-State-Therapie durch die Ego-State-Therapie Arbeitsgemeinschaft Deutschland (EST-DE) sowie durch Ego-State-Therapy International (ESTI) zugelassen. Das Seminar ist zusätzlich im Rahmen der Fortbildung in Klinischer Hypnose von der M.E.G. als „C-Seminar“ anerkannt.

Das Seminar wird zur Zertifizierung bei der Berliner Psychotherapeutenkammer eingereicht. Es werden 16 Fortbildungspunkte beantragt. Bitte beachten Sie die Voraussetzung für die Zertifizierung des Curriculums Ego-State-Therapie durch EST-DE sowie die allgemeinen Anmeldebedingungen des IfHE.

Inhalt

Die Ego-State-Therapie stellt ein Teilemodell der Persönlichkeit dar (Frederick, 1994; Phillips & Frederick 1995, Watkins & Watkins, 1997). Das Ich wird dabei durch eine Anzahl von Ich-Zuständen, also Ego-States beschrieben, die durch mehr oder weniger durchlässige Grenzen voneinander getrennt sind.

Die Annahme, dass die menschliche Persönlichkeit aus mehreren Teilen, Ich-Zuständen oder Subselbsten zusammengesetzt sei, ist nicht neu und wurde von vielen bedeutenden Theoretikern und Klinikern vertreten, wie Janet (1919, 1976), William James (1890, 1983), Morton Prince (1905, 1978), Franz Alexander (1930), Jung (1969) und Milton H. Erickson (1940, 1980). In der Psychotherapeutischen Landschaft lässt sich eine Reihe von Teile-Modellen finden, die auf dieser Grundannahme beruhen. John und Helen Watkins konzeptualisierten in den neunziger Jahren das Modell der Ego-State-Therapie. Sie griffen dabei auch besonders auf hypnotherapeutische Konzepte zurück. Die Grundhaltung, dass jedes Individuum einzigartig ist und über wichtige Ressourcen verfügt, spielt in diesem Ansatz eine bedeutende Rolle.

Jeder Ego-State wird als ein anpassungsfähiges Mitglied eines inneren Systems betrachtet, das sich auch als innere Familie beschreiben ließe. Ego-States zeichnen sich durch eigene Wahrnehmungen, Gefühle, Überzeugungen, Körperzustände und Bedürfnisse aus. Sie können zu unterschiedlichen Zeitpunkten und Anlässen im Leben eines Menschen entstehen. Das heißt, Ego-States existieren bei jedem Menschen, also auch im so genannten Bereich normalen Erlebens. Ego-States haben eine spezifische, protektive Funktion. Die Entstehung und Funktion der Ego-States steht eng mit Bindungserlebnissen, Lernerfahrungen, kritischen Lebensereignissen und traumatischen Erfahrungen in Zusammenhang.

Eine Pathologie zeigt sich gewöhnlich dann, wenn Uneinigkeiten oder ein Mangel an Kooperation zwischen den Ego-States auftreten. Das Ziel der Ego-State-Therapie ist die Integration, die als ein Zustand verstanden wird, in dem die einzelnen Ego-States in respektvoller und vollständiger Kommunikation miteinander stehen und in harmonischen und kooperativen Beziehungen miteinander existieren. Um dieses Ziel zu erreichen, stehen vielfältige spezifische Interventionen zur Verfügung. In die phasenorientierte Arbeit mit der Ego-State-Therapie lassen sich darüber hinaus verschiedenste psychotherapeutische Methoden kreativ integrieren. Die Ego-State-Therapie ist neben ihrer Anwendung als ressourcevolle Traumatherapiemethode auch zur Behandlung eines breiteren Störungsspektrums sehr gut eignet.

Methoden

Im Seminar wird den TeilnehmerInnen ein Einblick in die theoretischen Ansätze, die Methoden und Behandlungsstrategien der Arbeit mit verletzten Ego-States praxisnah und abwechslungsreich vermittelt. Durch Demonstrationen, Übungen und Diskussionen wird ein vielfältiger Zugang geschaffen. Die Vorgehensweisen sollen anhand eigener Themen der TeilnehmerInnen demonstriert werden. Das Seminar wird die Möglichkeit bieten, erste Schritte dieser Thematik unmittelbar anzuwenden, also in die eigene psychotherapeutische Arbeit einzuflechten.

Literatur

  • Fritzsche, K. & Hartman, W. (2010). Einführung in die Ego-State-Therapie. Heidelberg: Carl-Auer Verlag.
  • Fritzsche, K. (2013). Praxis der Ego-State-Therapie. Heidelberg: Carl-Auer Verlag.
  • Fritzsche, K. (2013). Einführung in die Ego-State-Therapie. In: Sulz, S.K.D. & Bronisch, T. (Hrsg.) (2013): States of Mind, Ego-States, Selbstmodus – von der zerrissenen zur integrierten Persönlichkeit. München: CIP-Medien.
  • Fritzsche, K. (2014). Einführung in die Ego-State-Therapie. In: Brächter, W. (Hrsg.)(2014). Der singende Pantomime. Ego-State-Therapie und Teilearbeit mit Kindern und Jugendlichen. Heidelberg: Carl-Auer Verlag.

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Kontakt Ego-State-Therapie

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