Therapeutischer Umgang mit Suizidalität und die Lösung von „Antiquitäten“ durch Arbeit mit Regression

Anwendungsseminar Hypnotherapie (C)

Datum Zeit Ort
24.04.2021 10:00–18:00 Uhr Remise - Berlin Pankow
25.04.2021 09:30–16:30 Uhr Remise - Berlin Pankow
Ort
Remise - Berlin Pankow
Pankgrafenstraße 1, 13187 Berlin
Remise - Berlin Pankow
Pankgrafenstraße 1, 13187 Berlin
ReferentIn
Dr. Wolfram Dorrmann
Fortbildungspunkte
16
Standardpreis
€ 290,00
M.E.G.-Mitglieder
€ 270,00
Freie Plätze
genug

Allgemeines:

Das Seminar ist im Curriculum Klinische Hypnose der Milton-Erickson-Gesellschaft (M.E.G.) als Anwendungsseminar anerkannt.

Das Seminar wird zur Zertifizierung bei der Berliner Psychotherapeutenkammer eingereicht. Es werden 16 Fortbildungspunkte beantragt.

Inhalt:

1. Tag: Alles, was man für den Umgang mit suizidalen Patienten wissen muss.

Auch wenn man im ambulanten Setting eher selten mit ernsthaft suizidal gefährdeten Patienten zu tun hat, so können einem solche Patienten schon mal schlaflose Nächte bereiten. Im Seminar werden folgende Inhalte bearbeitet:

- Identifikation von Selbsttötungsrisiken im Gespräch

- Strategien und Techniken im Umgang mit Selbsttötungsabsichten aus unterschiedlichen psychotherapeutischen Ansätzen (Rapport bekommen, Zeit gewinnen und Brücken bauen, Verträge, Konfrontation mit rationalen Argumenten, Deutungen und Umdeutungen, Arbeit mit Gefühlen, mit inneren Bildern, mit Teilen der Persönlichkeit und mit der Weltanschauung des Patienten, hypnotherapeutische Gesprächsmuster, Rituale, inkompatible Erfahrungen, systemische Interventionen, Notfallplan u.a.).

Außerdem wird auf Probleme einer stationären Unterbringung eingegangen und auf naheliegende problematische und riskante Interventionen.

Nicht zuletzt werden Strategien guter Psychohygiene dargestellt und die Möglichkeit der Berücksichtigung und Reflexion der eigenen Einstellung zum Suizid gegeben.

Methoden: Demonstrationen und Videoanalysen (Microteaching) mit anschließenden Übungen in Kleingruppen; Brainstormings, Arbeitspapiere, evtl. Fallsupervision.

Am Ende dieses Seminartages soll jeder Teilnehmer gute Strategien für den Umgang mit akuter Suizidalität vermittelt bekommen haben und wissen, wie er die Notwendigkeit einer stationären Unterbringung erkennen und diese dann in die Wege leiten kann.

2. Tag: Refresher-Tag: Arbeit mit Regression zur Lösung von „Antiquitäten“

Bei suizidalen Patienten finden sich Traumatisierungen sehr häufig, weshalb hier den Techniken zur Trauma-Bewältigung eine besondere Bedeutung zukommt. Das hypno­therapeutische Vorgehen ist inzwischen auch zur zentralen Interventionstechnik vieler psychotherapeutischer Konzepte geworden (imaginatives Überschreiben in der Schema­therapie, emotional-imaginative Umstrukturierung in der Verhaltenstherapie oder das Imagery Rescripting & Reprocessing in der IRRT). An diesem Seminartag werden diese Techniken, welche über innere Bilder und spontane Trancezustände zu nachhaltigen Veränderungen im psychi­schen und körperlichen Erle­ben des Patienten führt, über Live-Demonstrationen vermittelt.

Zum Einsatz kommen hierbei Methoden aus verschiedenen psychotherapeutischen An­sätzen wie der Hypnotherapie, der Ego-State-Therapy, der Kognitiven Verhaltens­therapie, dem NLP und der Transaktionsanalyse (Altersregression, Affektbrücken, hypnoprojektive Techniken, Screen-Technik, Dissoziation, Parenting, Reparenting, versch. Ich-Zustände, Zeitlinien, Zeitprogression, Submodalitäten u.v.a.). Diese Vor­gehensweisen werden durch Lifedemonstrationen, Videoanalysen und Kleingruppen­arbeit vermittelt und in ein allgemeines 8-stufiges Interventionsschema integriert.

Zur Person:

geb. 1954, Dr. phil., Psychologischer Psychotherapeut, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut, Lehrtherapeut und Supervisor für verhaltenstherapeutisch fundierte Psychotherapie, Lehrbeauftragter für Hypnose an der Universität Eichstätt, Mitglied im Leitungsgremium und Gründungsmitglied des Instituts für Verhaltenstherapie, Verhaltensmedizin und Sexuologie (IVS). Leiter der MEG-Regionalstelle-Nürnberg/Fürth der Milton Erickson Gesellschaft für Klinische Hypnose, 1982 -1996 Wiss. Mitarbeiter und Lehrbeauftragter im Studienschwerpunkt Klinische Psychologie und Verhaltensmodifikation an der Universität Bamberg. Veröffentlichungen u. a. zu Suizidprophylaxe, Depressionsforschung und Psychotherapieausbildung. Arbeitsschwerpunkte: Menschen in Krisen, Traumatherapie, Sexualtherapie.

Anschrift: Ambulanz III des Instituts für Verhaltenstherapie, Verhaltensmedizin und Sexuologie, Rudolf-Breitscheid-Str. 43, 90762 Fürth, E-Mail: wolfram.dorrmann(at)ivs-nuernberg.de

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