Scham, die versteckte Emotion - von Ohnmacht zu Stärke und Triumph mit Ego-State-Therapie und Körperwissen

Anwendungsseminar Hypnotherapie (C)

Datum Zeit Ort
06.03.2021 10:00–18:00 Uhr Remise - Berlin Pankow
07.03.2021 09:30–16:30 Uhr Remise - Berlin Pankow
Ort
Remise - Berlin Pankow
Pankgrafenstraße 1, 13187 Berlin
Remise - Berlin Pankow
Pankgrafenstraße 1, 13187 Berlin
ReferentIn
Dr. phil. Silvia Zanotta
Fortbildungspunkte
16
Standardpreis
€ 290,00
M.E.G.-Mitglieder
€ 270,00
Freie Plätze
genug

Allgemeines:

Das Seminar ist im Curriculum Klinische Hypnose der Milton-Erickson-Gesellschaft (M.E.G.) als Anwendungsseminar anerkannt.

Das Seminar wird zur Zertifizierung bei der Berliner Psychotherapeutenkammer eingereicht. Es werden 16 Fortbildungspunkte beantragt.

Inhalt:

Scham ist eine überaus schmerzhafte und machtvolle Emotion. Scham ist bei jedem Menschen und in allen Kulturen vorhanden und beeinflusst das Leben, insbesondere die seelische Gestimmtheit entscheidend. Obwohl Scham so zentral ist, ist sie wenig bewusst, wird verborgen oder geheim gehalten. Denn einerseits gibt es nur wenige Forschungen zu Scham, andererseits wird Scham häufig verwechselt mit Angst, Wut oder Ekel, hinter denen sie sich versteckt. Alle Pathologien, die mit Selbstverurteilung oder Selbstabwertung zusammen hängen, haben mit Scham zu tun. Scham ist auch eng verbunden mit Trauma. Deshalb ist es bei der Traumabehandlung essentiell wichtig, die Scham als solche zu erkennen, sie zu beachten, zu entwirren, zu lösen. Dabei muss der Therapeut berücksichtigen, wie verwundbar Menschen mit Scham sind, wie leicht sie (wieder) beschämt werden und wie vorsichtig dieses Thema in der Therapie angegangen werden muss. Tiefe Scham ist gleichbedeutend mit Kollaps und komplettem Energieverlust, begleitet von Gefühlen der Ohnmacht und Hoffnungslosigkeit.

Neben der Beschäftigung mit Scham aus verschiedenen Perspektiven und einigen theoretischen Erläuterungen wird Silvia Zanotta in diesem praxisnahen Seminar anhand von Fallbeispielen und Demos aufzeigen, wie Klienten unter Einbezug des Körpers von der Ohnmacht und Immobilität der Scham sukzessive in eine Alpha-Physiognomie der gesunden Selbstbehauptung gebracht werden können, hin zu Würde, Freude, Triumph. Dabei verbindet sie Ego-State-Therapie mit somatischen Zugängen. In Kleingruppenübungen können die Teilnehmenden da Gelernte anwenden.

Zur Person:

Silvia Zanotta, Dr. phil., arbeitet in eigener Praxis als Psychotherapeutin für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Familien in Zürich, Schweiz. Sie hat neben personenzentrierter Psychotherapie (Carl Rogers), klinischer Hypnose (Milton Erickson), Psychoimaginativer Traumatherapie PITT (Luise Reddemann) und Ego-State-Therapie (John und Helen Watkins) auch in Somatic ExperiencingÒ (Peter Levine) und Ressourcen-Therapie (G. Emmerson) zertifiziert und ergänzt dieses ganzheitliche Spektrum mit energetischer Psychologie/Klopfakupressur. Spezialgebiete sind die Behandlung von posttraumatischem Stress, Angst, Phobie, Zwang und Autismus sowie die Kombination von Ego-State-Therapie und Hypnose mit somatischen Methoden.

Silvia Zanotta hat an verschiedenen internationalen Kongressen in der Schweiz, Deutschland, Italien, Frankreich, Polen, Kanada sowie Südafrika über Trauma, Ego-State-Therapie und deren Spezialgebiete referiert und unterrichtet in verschiedenen europäischen Ländern. Sie ist Ausbilderin, Supervisorin sowie Gründerin und Co-Leiterin der Ego-State-Therapie- und Ressourcen-Therapieausbildung in der Schweiz (www.egostatetherapie.ch) und Autorin verschiedener Artikel in Fachbüchern und Zeitschriften sowie ihrer eigenen Publikation „Wieder ganz werden – Traumaheilung mit Ego-State-Therapie und Körperwissen“ (Carl Auer, 2018)

Autorin von:

Zanotta, S. (2018): „Wieder ganz werden. Traumaheilung mit Ego-State-Therapie und Körperwissen.“ Carl-Auer (Heidelberg)

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