Seminar 7 (Spezialseminar Ego-State-Therapie): „Wenn es schief geht“ - Herausforderungen in der Ego-State-Therapie: Schwierige Behandlungssituationen meistern.

Zertifiziertes Curriculum Ego-State-Therapie

Datum Zeit Ort
15.06.2019 09:30–18:00 Uhr Räume der Schwulenberatung Berlin
16.06.2019 09:30–17:00 Uhr Räume der Schwulenberatung Berlin
Ort
Räume der Schwulenberatung Berlin
Niebuhrstr. 59/60, 10629 Berlin-Charlottenburg
Räume der Schwulenberatung Berlin
Niebuhrstr. 59/60, 10629 Berlin-Charlottenburg
ReferentIn
Dr. Kai Fritzsche
Fortbildungspunkte
16
Standardpreis
€ 325,00
M.E.G.-Mitglieder
€ 305,00
Die Anmeldefrist für diese Veranstaltung ist leider schon vorbei.

Allgemeines

Das Seminar 7 „Wenn es schief geht. Herausforderungen in der Ego-State-Therapie: Schwierige Behandlungssituationen meistern“ ist ein Spezialseminar, das im Rahmen des zertifizierten Curriculums Ego-State-Therapie nach Kai Fritzsche angeboten wird. Es werden fortgeschrittene Konzepte und Techniken der Ego-State-Therapie vermittelt. Das Seminar kann einzeln oder im Rahmen des Curriculums gebucht werden. 

Das Seminar richtet sich an approbierte PsychotherapeutInnen sowie an PsychotherapeutInnen bzw. psychotherapeutisch Tätige weiterer Berufsgruppen mit vergleichbarer Ausbildung.

Das Seminar ist für die Zertifizierung in Ego-State-Therapie durch Ego-State-Therapy International (ESTI) zugelassen. Das Seminar ist zusätzlich im Rahmen der Fortbildung in Klinischer Hypnose von der M.E.G. als „C-Seminar“ anerkannt. Das Seminar wird zur Zertifizierung bei der Berliner Psychotherapeutenkammer eingereicht. Es werden 16 Fortbildungspunkte beantragt.

Bitte beachten Sie die Voraussetzungen für die Zertifizierung des Curriculums Ego-State-Therapie durch EST-DE/ESTI sowie die allgemeinen Anmeldebedingungen des IfHE.

Inhalt

Das Seminar ist ein Fortgeschrittenen-Seminar innerhalb des zertifizierten Curriculums Ego-State-Therapie. Als Spezialseminar thematisiert es spezifische vertiefende Aspekte der Arbeit mit der Ego-State-Therapie in verschiedenen Anwendungsbereichen.

Was mache ich, wenn schief geht? In diesem Seminar geht es um die vielen Fragen, die sich um sogenannte schief gegangene Behandlungssituationen oder Verläufe drehen. Es geht weniger um schillernde Verläufe der Ego-State-Therapie, bei denen alles klappt sondern um die Bewältigung von Schwierigkeiten im Behandlungsverlauf und um die von idealtypischen Verläufen abweichenden Fälle. Es geht eher um die Fälle, die nicht in den Lehrbüchern auftauchen. Die Grundlage des Seminars bilden eine große Sammlung von Fragen aus den Supervisionen und eine Vielzahl an eigenen Erfahrungen mit Situationen, die schief gingen und eine kreative Lösungssuche erforderten. Das Konzept des Seminars ist so aufgebaut, dass schwierige Situationen aus dem gesamten Behandlungsprozess als Beispiele herangezogen werden. Entsprechende Erfahrungen und Befürchtungen der TeilnehmerInnen werden aufgegriffen und eingebunden. Teilweise können uns sogenannte schief gegangene Interventionen oder Verläufe auch so sehr erschrecken, verunsichern und an uns zweifeln lassen, dass wir fast erstarren und dadurch weit von unseren therapeutischen Möglichkeiten entfernt sind.

Das Hauptanliegen dieses Seminars besteht darin, aus diesen Situationen lernen und trotz der Schwierigkeiten verantwortungsvoll arbeiten zu können. Auf der Grundlage eines prozessorientierten Behandlungskonzeptes werden die Schwierigkeiten als Herausforderungen verstanden, denen kreativ begegnet werden kann. Die Rolle der TherapeutInnen und deren Ego-States wird in die Betrachtung mit einbezogen. Die TeilnehmerInnen sollen Wege finden, flexibel und kreativ auf Schwierigkeiten reagieren zu können.

Methoden

Das Seminar wird entsprechend der als schwierig bzw. schief gegangenerlebten Behandlungssituationen aufgebaut. Durch Demonstrationen, Übungen und Diskussionen wird ein vielfältiger Zugang geschaffen. Die TeilnehmerInnen sollen dabei verschiedene Perspektiven einnehmen. Der Blick auf die eigene TherapeutInnenpersönlichkeit wird einbezogen und in Form von Selbsterfahrungsanteilen integriert. Das Seminar wird die Möglichkeit bieten, erste Schritte unmittelbar anzuwenden, also in die eigene psychotherapeutische Arbeit einzuflechten.

Literatur:

  • Fritzsche, K. (2018). Praxis der Ego-State-Therapie. Heidelberg: Carl-Auer Verlag, 3. Auflage.
  • Kai Fritzsche (2018). Grenzerfahrungen, Grenzübergänge, überwundene Grenzen. Mit Ego-State-Therapie von der Dissoziation zur Integration. Hypnose - Zeitschrift für Hypnose und Hypnotherapie(Hypnose-ZHH), 13 (02)119-139.
  • Fritzsche, K. (2017). Zwei Gesichter der Dissoziation: Ego-State-Therapie zur Behandlung von Traumafolgestörungen. Psychotherapie im Dialog 3, 79-82.
  • Fritzsche, K. & Hartman, W. (2016). Einführung in die Ego-State-Therapie. Heidelberg: Carl-Auer Verlag, 3. Auflage.
  • Fritzsche, K. (2013). Einführung in die Ego-State-Therapie. In: Sulz, S.K.D. & Bronisch, T. (Hrsg.) (2013): States of Mind, Ego-States, Selbstmodus – von der zerrissenen zur integrierten Persönlichkeit. München: CIP-Medien.
  • Fritzsche, K. (2014). Einführung in die Ego-State-Therapie. In: Brächter, W. (Hrsg.)(2014). Der singende Pantomime. Ego-State-Therapie und Teilearbeit mit Kindern und Jugendlichen. Heidelberg: Carl-Auer Verlag.
nach oben