Seminar 7 (Spezialseminar Ego-State-Therapie): "Nicht ohne meinen Körper." Körperfokussierte Arbeit in der Ego-State-Therapie.

Datum Zeit Ort
12.12.2020 09:30–18:00 Uhr Räume der Schwulenberatung Berlin
13.12.2020 09:30–17:00 Uhr Räume der Schwulenberatung Berlin
Ort
Räume der Schwulenberatung Berlin
Niebuhrstr. 59/60, 10629 Berlin-Charlottenburg
Räume der Schwulenberatung Berlin
Niebuhrstr. 59/60, 10629 Berlin-Charlottenburg
ReferentIn
Dr. Kai Fritzsche
Fortbildungspunkte
16
Standardpreis
€ 345,00
M.E.G.-Mitglieder
€ 325,00
Freie Plätze
9

Allgemeines

Das Seminar 7 „Nicht ohne meinen Körper." Körperfokussierte Arbeit in der Ego-State-Therapie ist ein Spezialseminar, das im Rahmen des zertifizierten Curriculums Ego-State-Therapie nach Kai Fritzsche angeboten wird. Es werden fortgeschrittene Konzepte und Techniken der Ego-State-Therapie für diese Thematik vermittelt. 

Die Inhalte des Spezialseminars bauen auf die Seminare des Curriculums (Seminar 1 – 6) auf. Die in den vorhergehenden Seminaren thematisierten Konzepte und Interventionen werden für die körperfokussierte Arbeit genutzt. Das Spezialseminar kann auch dann besucht werden, wenn noch nicht alle Seminare des Curriculums absolviert wurden. Empfehlenswert wäre es, die Seminare 1 – 3 bereits besucht zu haben.

Das Seminar richtet sich an approbierte ärztliche und psychologische Psychotherapeut*innen und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*innen bzw. psychotherapeutisch Tätige weiterer Berufsgruppen mit vergleichbarer Ausbildung.

Das Seminar ist für die Zertifizierung in Ego-State-Therapie durch Ego-State-Therapy International (ESTI) zugelassen. Das Seminar ist zusätzlich im Rahmen der Fortbildung in Klinischer Hypnose von der M.E.G. als „C-Seminar“ anerkannt. Das Seminar wird zur Zertifizierung bei der Berliner Psychotherapeutenkammer eingereicht. Es werden 16 Fortbildungspunkte beantragt.

Bitte beachten Sie die Voraussetzungen für die Zertifizierung des Curriculums Ego-State-Therapie durch EST-DE/ESTI sowie die allgemeinen Anmeldebedingungen des IfHE.

Inhalt

Körperpsychotherapeutische Ansätze stellen einerseits eigenständige psychotherapeutische Verfahren dar, andererseits begleiten sie viele Therapieschulen, die sich von ihnen inspirieren lassen und die körperfokussierte Arbeit integrieren. Dies trifft natürlich auch für die Ego-State-Therapie zu. Ego-State-Therapie geht nicht ohne Körper!

Zum einen bietet der Körper einen wichtigen Zugang zu Ego-States und ist somit eine der Säulen der Kontaktaufnahme. Zum anderen wird mittels Körperarbeit das Erreichen wichtiger Behandlungsziele effektiv gefördert, zum Teil überhaupt erst ermöglicht. Die Stärke liegt in der Integration der Körperarbeit in psychotherapeutische Gesamtbehandlungskonzepte. Dies zeigen u.a. sehr eindrucksvoll die jüngsten Entwicklungen in der Traumatherapie. Der Körper kann ebenfalls als ein Vermittler zwischen uns und dem Inneren unserer Patient/innen angesehen werden, ein Vermittler mit einem Eigenleben. Die körperfokussierte Arbeit in und mit der Ego-State-Therapie lässt sich sehr gut in einem breiten Behandlungsspektrum anwenden und bietet viele Möglichkeiten unabhängig vom Störungsbild.

Im Spezialseminar werden mehrere körperfokussierte Konzepte aufgegriffen: Somatic Experiencing (P. Levine), Konzepte aus der Bindungsforschung (K.H. Brisch), Konzepte aus der Arbeit mit frühkindlichen (bis hin zu peri- und postnatalen) Prozessen, Konzepte der Ideomotorik und Ideosensorik (Hypnotherapie) sowie stimulationsbasierte Konzepte. Körperfokussierte Konzepte sind im gesamten Behandlungsverlauf der Ego-State-Therapie relevant, ermöglichen erstaunliche Fortschritte und öffnen Türen zu neuen, Weg bereitenden Erfahrungen unserer Patient/innen. Sie sind zum großen Teil leicht erlernbar, sehr flexibel einsetzbar und bieten sich hervorragend als Selbsthilfestrategien. Ein wichtiger Vorteil ihrer Anwendung besteht in der Unmittelbarkeit der Wirkung.

Methoden

Im Seminar wird den Teilnehmer*innen ein Einblick in die theoretischen Ansätze, die Methoden und Behandlungsstrategien der Arbeit mit verletzten Ego-States praxisnah und abwechslungsreich vermittelt. Durch Demonstrationen, Übungen und Diskussionen wird ein vielfältiger Zugang geschaffen. Die Vorgehensweisen sollen anhand eigener Themen der Teilnehmer*innen demonstriert werden. Das Seminar wird die Möglichkeit bieten, erste Schritte dieser Thematik unmittelbar anzuwenden, also in die eigene psychotherapeutische Arbeit einzuflechten.

Literatur:

  • Fritzsche, K. (2018). Praxis der Ego-State-Therapie. Heidelberg: Carl-Auer Verlag, 3. Auflage.
  • Kai Fritzsche (2018). Grenzerfahrungen, Grenzübergänge, überwundene Grenzen. Mit Ego-State-Therapie von der Dissoziation zur Integration. Hypnose - Zeitschrift für Hypnose und Hypnotherapie(Hypnose-ZHH), 13 (02)119-139.
  • Fritzsche, K. (2017). Zwei Gesichter der Dissoziation: Ego-State-Therapie zur Behandlung von Traumafolgestörungen. Psychotherapie im Dialog 3, 79-82.
  • Fritzsche, K. & Hartman, W. (2016). Einführung in die Ego-State-Therapie. Heidelberg: Carl-Auer Verlag, 3. Auflage.
  • Fritzsche, K. (2013). Einführung in die Ego-State-Therapie. In: Sulz, S.K.D. & Bronisch, T. (Hrsg.) (2013): States of Mind, Ego-States, Selbstmodus – von der zerrissenen zur integrierten Persönlichkeit. München: CIP-Medien.
  • Fritzsche, K. (2014). Einführung in die Ego-State-Therapie. In: Brächter, W. (Hrsg.)(2014). Der singende Pantomime. Ego-State-Therapie und Teilearbeit mit Kindern und Jugendlichen. Heidelberg: Carl-Auer Verlag.
nach oben