Scham und Peinlichkeit
Zeit: Samstag 21.01. 2012 von 10:00 – 18:00 Uhr,
Sonntag 22.01.2012 von 9:30 bis 17:00 Uhr
Ort: in den Räumen der Schwulenberatung, Mommsenstr.45, 10629 Berlin (Charlottenburg)
Durchführung: Ortwin Meiss, Dipl.-Psych.
Inhalt
Schamgefühle und Gefühle der Peinlichkeit können Menschen extrem behindern und permanenten Stress auslösen. Aus Angst vor beschämenden Situationen vermeiden viele Menschen, sich in Situationen zu begeben, wo sie exponiert der Beobachtung anderer ausgesetzt sind und peinlich werden könnten. Sie bleiben so unter ihren Möglichkeiten. Schamgefühle treten aber nicht nur in öffentlichen Situationen auf, sie wirken auch im Verborgenen und können für den Betroffenen außerordentlich quälend sein. Psychoanalytische Theorien zu diesem Thema berücksichtigen oft zu wenig die sozialen Komponenten der Scham und liefern nur wenige konkrete Ansatzpunkte zur Therapie der Schamgefühle.
In diesem Workshop werden hypnotherapeutische und systemische Strategien und Methoden für die Arbeit mit Scham- und Peinlichkeitsgefühlen vorgestellt und demonstriert.
Inhalte werden u.a. sein:
• Biologische Grundlagen des Schamgefühls
• Scham und der Blick durch die Augen der anderen
• Soziale Ängste. Präsentations- und Leistungsprobleme im Zusammenhang mit Schamthemen
• Probleme mit Genuss durch Schamgefühle
• Verschiedene Schamabwehrstrategien
• Schwellenängste und Bindung an die soziale Gruppe
• Scham und Status / soziologische Dimensionen der Scham
• Ehre, Würde, Dregradierung und Ausgrenzung
• Schamlosigkeit und Unverschämtheiten
• Coming-Ins und Coming-Outs
Methoden
• Spezielle Übungen zur Überwindung von Scham- und Peinlichkeitsgefühlen
• Die Arbeit mit inneren Mentoren und die Veränderung innerer Dementoren
• Umdeutungen und Nutzung veränderter Perspektiven über die Bildung neuer Zugehörigkeiten
• Spezifische Metaphern und Geschichten zum Thema
Zur Person
Dipl.-Psych. Ortwin Meiss leitet das Milton Erickson Institut in Hamburg und arbeitet als Psychotherapeut in eigener Praxis.
Für das Seminar sind bei der Berliner Psychotherapeutenkammer 16 Fortbildungspunkte beantragt.
