Kompakteinführung in die Klinische Hypnose (B1, MEG-Curriculum)
Zeit: 9.-11.3.12; Freitag 17-20 Uhr, Samstag 10-18 Uhr, Sonntag 9:30-17 Uhr
Ort: Mommsenstr.45, 10629 Berlin (in den Räumen der Berliner Schwulenberatung)
Durchführung:
Maria Schnell
Diplom-Psychologin
Inhalt: Einführung in die Klinische Hypnose (nach Milton H. Erickson)
Hypnose stellt ein sehr altes und kulturübergreifendes Verfahren dar, das über eine Entspannungs- und Suggestionsbehandlung weit hinausgeht.
Hypnotherapie ist gekennzeichnet durch eine flexible Nutzung verschiedener Ebenen der Informationsverarbeitung, wobei unwillkürliche Prozesse, z.B. intuitive, ganzheitliche und bildhafte Reaktionen in der Trance (Trancephänomene) aktiviert und für die Therapie genutzt werden. Die Kommunikation mit dem Unbewussten als einer inneren Instanz ermöglicht ein Verstehen und Verändern der Symptomatik.
Unbewusste Ressourcen, z.B. als Imaginationen oder innere Teile (Ego-States) werden somit zur Problemlösung und zur Unterbrechung dysfunktionaler Muster, letztendlich zur Veränderung des Selbst eingesetzt.
Hypnose stützt sich auf allgemeinpsychologische Erkenntnisse und setzt therapeutische Kompetenz voraus. Sie impliziert den Umgang mit einer besonderen Form der therapeutischen Beziehung und ist damit mehr als eine therapeutische Strategie.
Die Wirksamkeit klinischer Hypnose ist bei vielen unterschiedlichen Krankheitsbildern nachgewiesen.
Methoden
- Darstellung ausgewählter theoretischer und methodischer Konzepte, auch dokumentiert durch Fallbeispiele, u.a.
- Indikation, Kontraindikation, empirische Forschung, Grundanschauungen und anthropologische Prämissen der Hypnotherapie.
- Im Vordergrund steht das praktische Vorgehen.
- Demonstration und Übung, sowie Gruppentrancen laden zu einer eigenen Erfahrung mit dem Ansatz ein.
Ziele
Die TeilnehmerInnen bekommen einen theoretischen Einblick in die Vielfalt hypnotherapeutischer Methoden und erfahren über praktische Übungen konkrete Möglichkeiten ihrer Anwendung. Konkrete Lernziele sind u.a.:
- Nutzung der individuellen Sichtweisen und unbewussten Prozesse des Patienten.
- Unbewusste und bewusste Veränderung körperlicher und psychischer Vorgänge durch Vorstellung und Suggestion.
Literatur
- Peter B. (2006) Einführung in die Hypnotherapie. Heidelberg, Carl-Auer Verlag
- Rossi EL (Hrsg.). (1995-98) Gesammelte Schriften von Milton H. Erickson. Auer, Heidelberg. Vol I - VI.
- Revenstorf D & Peter B (Hrsg.) (2001) Hypnose in Psychotherapie, Psychosomatik und Medizin. Springer, Berlin.
Zur Person
Dipl.Psych. Maria Schnell; Hypnotherapeutin (M.E.G.), Systemische Familien- und Paartherapeutin, Verhaltenstherapeutin; Psychotherapeutische Praxis in Berlin; Ausbilderin und Supervisorin an verschiedenen Instituten; Leiterin der M.E.G.-Regionalgruppe Berlin/ Leiterin des IfHE
Das Seminar wird bei der Berliner Psychotherapeutenkammer mit 20 Fortbildungspunkten zertifiziert.
