Institut für klinische Hypnose & Ego-State-Therapie
Psychotherapeutische Praxis

Grundausbildung Ego-State-Therapie (G1) „Beziehungsaufbau mit ressourcenreichen Ego-States“ Curriculum Ego-State-Therapie (EST-A) Einführungsseminar

Zeit:    14.-15. Januar 2012, Sonnabend: 9:30-18:00, Sonntag: 9:30-17:00
Ort:   
Mommsenstr. 45, 10629 Berlin (in den Räumen der Schwulenberatung)
Seminargebühr:
295,00€

Durchführung
Dr. Kai Fritzsche

Diplom-Psychologe

Allgemeines

Mit dem Grundausbildungsseminar Ego-State-Therapie (G1) beginnt das Curriculum Ego-State-Therapie (EST-A). Es stellt eine Einführung in die Ego-State-Therapie und den ersten Teil der dreiteiligen Grundausbildung dar. Das Seminar kann einzeln, gemeinsam mit G2 und G3 oder im Rahmen des gesamten Curriculums gebucht werden. Die Inhalte der Grundausbildungsseminare bauen aufeinander auf.

Das G1-Seminar ist für die Zertifizierung in Ego-State-Therapie durch die Ego-State-Therapie Arbeitsgemeinschaft Deutschland (EST-A) zugelassen.

Das Seminar ist zusätzlich im Rahmen der Fortbildung in Klinischer Hypnose von der M.E.G. als „C-Seminar“ anerkannt.

Inhalt

Die Ego-State-Therapie stellt ein Energie- und Teilemodell der Persönlichkeit dar (Frederick, 1994; Phillips & Frederick 1995, Watkins & Watkins, 1997). Das Ich wird dabei durch eine Anzahl von Ich-Zuständen, also Ego-States beschrieben, die durch mehr oder weniger durchlässige Grenzen voneinander getrennt sind.

Die Annahme, dass die menschliche Persönlichkeit aus mehreren Teilen, Ich-Zuständen oder Subselbsten zusammengesetzt sei, ist nicht neu und wurde von vielen bedeutenden Theoretikern und Klinikern vertreten, wie Janet (1919, 1976), William James (1890, 1983), Morton Prince (1905, 1978), Franz Alexander (1930), Jung (1969) und Milton H. Erickson (1940, 1980). In der Psychotherapeutischen Landschaft lässt sich eine Reihe von Teile-Modellen finden, die auf dieser Grundannahme beruhen. John und Helen Watkins konzeptualisierten in den neunziger Jahren das Modell der Ego-State-Therapie. Sie griffen dabei auch besonders auf hypnotherapeutische Konzepte zurück. Die Grundhaltung, dass jedes Individuum einzigartig ist und über wichtige Ressourcen verfügt, spielt in diesem Ansatz eine bedeutende Rolle.

Jeder Ego-State wird als ein anpassungsfähiges Mitglied eines inneren Systems betrachtet, das sich auch als innere Familie beschreiben ließe. Ego-States zeichnen sich durch eigene Wahrnehmungen, Gefühle, Überzeugungen, Körperzustände und Bedürfnisse aus. Sie können zu unterschiedlichen Zeitpunkten und Anlässen im Leben eines Menschen entstehen. Das heißt, Ego-States existieren bei jedem Menschen, also auch im so genannten Bereich normalen Erlebens. Ego-States haben eine spezifische, protektive Funktion. Die Entstehung und Funktion der Ego-States steht eng mit Bindungserlebnissen, Lernerfahrungen, kritischen Lebensereignissen und traumatischen Erfahrungen in Zusammenhang.

Eine Pathologie zeigt sich gewöhnlich dann, wenn Uneinigkeiten oder ein Mangel an Kooperation zwischen den Ego-States auftreten. Das Ziel der Ego-State-Therapie ist die Integration, die als ein Zustand verstanden wird, in dem die einzelnen Ego-States in respektvoller und vollständiger Kommunikation miteinander stehen und in harmonischen und kooperativen Beziehungen miteinander existieren. Um dieses Ziel zu erreichen, stehen vielfältige spezifische Interventionen zur Verfügung. In die phasenorientierte Arbeit mit der Ego-State-Therapie lassen sich darüber hinaus verschiedenste psychotherapeutische Methoden kreativ integrieren. Die Ego-State-Therapie ist neben ihrer Anwendung als ressourcevolle Traumatherapiemethode auch zur Behandlung eines breiteren Störungsspektrums sehr gut eignet.

Methoden
Im Seminar wird den TeilnehmerInnen ein Einblick in die theoretischen Ansätze, die Methoden und Behandlungsstrategien der Ego-State-Therapie praxisnah und abwechslungsreich vermittelt. Durch Demonstrationen, Übungen und Diskussionen wird ein vielfältiger Zugang geschaffen. Das Seminar wird die Möglichkeit bieten, erste Schritte der Ego-State-Therapie unmittelbar anzuwenden, also in die eigene psychotherapeutische Arbeit einzuflechten. Es soll auch Lust darauf machen, sich mehr mit diesem Ansatz und seinen vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten zu beschäftigen.

Literatur:

Fritzsche, K. & W. Hartman (2010): Einführung in die Ego-State-Therapie. Heidelberg (Carl-Auer).

 

Für das Seminar werden bei der Berliner Psychotherapeutenkammer 16 Fortbildungspunkte beantragt.

 

 

Anmeldeformular Grundausbildung G2

2012_01-G1_Anmeldebogen.pdf

Anmeldebogen zum Herunterladen

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