Psychosomatische Medizin

„Die Psychosomatische Medizin befasst sich mit der Wechselwirkung zwischen körperlichen und seelischen Prozessen. Nach einer Jahrzehnte dauernden Dominanz der organpathologisch orientierten Medizin ist die Psychosomatik heute eher als Chance zu verstehen, integrativ den künstlichen Dualismus des alten Leib-Seele Problems zu überwinden.
So wie man abgekommen ist, vereinfachende Ursache-Wirkungs Beziehungen zu postulieren, ist auch die Behandlung reichhaltiger geworden. So gibt es neben den psychodynamischen Verfahren ein ganzes Spektrum an hypnotherapeutischen und anderen Interventionen, mit denen man gezielt auf bestimmte Störungsbilder einwirken kann.
Ziel dabei ist es, mit den betroffenen Menschen ein Krankheitsmodell, oder noch besser: ein Gesundungsmodell zu erarbeiten, mit dem sie zu einer dynamischen Betrachtungsweise ihrer Erkrankung gelangen. Damit sollen sie ermutigt werden, starre Selbstzuschreibungen („Das ist so! Ich habe diese Krankheit/Störung“) durch eine dynamische Auffassung zu ersetzen („Etwas ist nicht mehr im Gleichgewicht. Ich will und kann das Muster ändern.“).
Nach dem Grundsatz: Die eigentliche Therapie findet zwischen den Sitzungen statt, bieten die professionellen Helferinnen und Helfer ihren Patienten durch ihre Haltung, aber auch durch ihre methodischen Werkzeuge immer wieder Mittel und Wege, die eigenen Ressourcen zu nutzen und sich neue zu erwerben.“
