Klinische Hypnose

Hypnose stellt ein sehr altes und kulturübergreifendes Verfahren dar, welches vor allem durch die innovativen Entwicklungen und Anwendungen des amerikanischen Psychiaters M.H.ERICKSON erweitert wurde und über das Stadium differenzierter Entspannungsinduktion und Suggestionsbehandlung weit hinausgeht.
Hypnotherapie ist gekennzeichnet durch eine flexible Nutzung verschiedener Ebenen der Informationsverarbeitung, wobei unwillkürliche Prozesse, z.B. intuitive, ganzheitliche und bildhafte Reaktionen in der Trance (Trancephänomene) aktiviert und für die Therapie genutzt werden. Die Kommunikation mit dem Unbewußten als einer inneren Instanz (Therapeutisches Tertium) ermöglicht ein Verstehen und Verändern der Symptomatik. Unbewusste Ressourcen, z.B. als Imaginationen oder innere Teile (Ego-States) werden somit zur Problemlösung und zur Unterbrechung dysfunktionaler Muster, letztendlich zur Veränderung des Selbst verwendet.
Hypnotherapie kann als kognitive Therapie verstanden werden, die sich auf allgemeinpsychologische Erkenntnisse stützt und therapeutische Kompetenz voraussetzt.
Sie impliziert den Umgang mit einer besonderen, intensiven Form der therapeutischen Beziehung und ist damit mehr als eine therapeutische Strategie.
Die Wirksamkeit klinischer Hypnose ist bei vielen unterschiedlichen Krankheitsbildern nachgewiesen, z.B. Schmerzlinderung, Auflösung von Ängsten, Bewältigung von Traumata (schweren Kindheitserfahrungen), Psychosomatischen Symptomen.
